http://www.diakoniestationen-kassel.de/157-0-wohngemeinschaften-fuer-menschen-mit-demenz.html
Herzlichen Glückwunsch für Claudia Nowak, die neue Teamleiterin der Wohngruppe in der Meißnerstraße in Kassel. Viel Erfolg, Kraft, gute Auswahl der Mitarbeiter. Möge dir die Umsetzung deiner Ideen wohl gelingen.
Barbara
Mittwoch, 17. Februar 2010
Mittwoch, 16. Dezember 2009
MDS fordert Verbesserungen für Menschen mit Demenz
› Presse › Pressemitteilungen › 2009 Demenz ist eine Volkskrankheit. Experten prognostizieren eine Verdoppelung von derzeit 1,2 Mio. Menschen, die an einer Demenzerkrankung leiden, auf 2,4 Mio. in den nächsten 20 Jahren. „Deshalb ist es besonders dringlich, dass sich das pflegerische Versorgungssystem auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz einstellt“, so Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS).
„Wenn wir die Versorgung von Menschen mit Demenz wirksam verbessern wollen, müssen wir die medizinische und die pflegerische Versorgung besser miteinander verzahnen“, sagte Pick auf der Veranstaltung „Update Demenz: Wie steht es um die Versorgung von Menschen mit Demenz?“ am 14. Dezember in Berlin. „Diagnostik, Kuration und Pflege müssen aufeinander abgestimmt sein.“
Defizite in der Versorgung von Menschen mit Demenz in stationären Pflegeeinrichtungen sind hinlänglich bekannt. Sie spiegeln sich auch in den Qualitätsprüfungen der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) wider. Die ersten veröffentlichten Pflegenoten zum Bereich „Umgang mit demenzkranken Bewohnern“ zeigen, dass zwar die Hälfte der Einrichtungen gute Noten erreicht, bei immerhin einem Fünftel der Pflegeheime die Versorgung aber lediglich „ausreichend“ oder gar „mangelhaft“ ist.
Grundsatzstellungnahme fordert Verbesserung in Medizin und Pflege
Auf der Grundlage dieser Erfahrungen hat die MDK-Gemeinschaft die Grundsatzstellungnahme „Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz in stationären Einrichtungen“ erstellt. Optimierungsbedarf sehen die Autoren zum einen in der hausärztlichen und fachärztlichen Versorgung von Heimbewohnern. „Der erste Schritt zur Verbesserung der Versorgung muss heißen: Daran denken!“, so Dr. Ernst Eben vom MDK Bayern, Psychiater und Mitglied der Sozialmedizinischen Expertengruppe „Pflege“ der MDK-Gemeinschaft. „Nur 35 Prozent der Heimbewohner werden fachärztlich von einem Neurologen oder Psychiater behandelt und nur 20 Prozent erhalten eine antidementive Therapie.“
Zum anderen muss die pflegerische Versorgung in Pflegeheimen verbessert werden. „Wir müssen die Perspektive von Menschen mit Demenz konsequent zum Ausgangspunkt pflegerischer Interventionen machen“, fordert Uwe Brucker, zuständig für das Fachgebiet „Pflegerische Versorgung“ beim MDS. „Das passiert in der Praxis leider zu selten. Häufig wird an den Bedürfnissen der Menschen mit Demenz vorbeigepflegt.“ Die Folge seien etwa Angst- und Unruhezustände, die sowohl die Betroffenen selbst, ihre Angehörigen, die anderen Bewohner wie auch die Pflegekräfte zusätzlich belasteten.
Diskussion über erweiterten Pflegebegriff wieder aufnehmen
Darüber hinaus besteht in der Fachöffentlichkeit seit langem große Übereinstimmung, dass der aktuell gültige Pflegebedürftigkeitsbegriff die gerontopsychiatrischen gegenüber den vorwiegend somatisch Pflegebedürftigen vernachlässigt. „Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz hat hier Verbesserungen erzielt, die sich vor allem auf die Entlastung und Unterstützung von pflegenden Angehörigen auswirken“, sagte MDS-Chef Pick. „Allerdings reicht dies nicht aus. Ich appelliere deshalb an die politisch Verantwortlichen, die Diskussion über einen neuen, erweiterten Pflegebedürf-tigkeitsbegriff zügig wieder aufzunehmen.“
Zum Hintergrund:
Demenz bestimmt die Versorgungsrealität in deutschen Pflegeheimen; mehr als die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner leiden bereits aktuell unter einer demenziellen Erkrankung. Trotzdem ist das pflegerische Handeln noch viel zu wenig auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und anderen gerontopsychiatrisch Erkrankungen ausgerichtet.
Die Grundsatzstellungnahme „Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz in stationären Einrichtungen“ hat das Ziel, die Pflegeeinrichtungen dabei zu unterstützen, die pflegerische Versorgung und Betreuung von Menschen mit Demenz weiter zu verbessern. Sie fordert - neben der notwendigen multiprofessionellen Herangehensweise und der Vernetzung aller beteiligten Professionen und ehrenamtlich Tätigen - die systematische Anwendung der Betroffenenperspektive, damit eine bedürfnisorientierte Pflege und Betreuung von der Theorie in die Praxis umgesetzt werden kann. Darüber hinaus ist die Entwicklung einer entsprechenden Grundhaltung der professionell Pflegenden ein wichtiger Eckpfeiler einer qualitativ hochwertigen Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz.
Quelle:
http://www.mds-ev.de/3377.htm
DEMENZ
MDS fordert Verbesserungen für Menschen mit Demenz - Gute Konzepte liegen vor
Berlin/Essen, 14. Dezember 2009
„Wenn wir die Versorgung von Menschen mit Demenz wirksam verbessern wollen, müssen wir die medizinische und die pflegerische Versorgung besser miteinander verzahnen“, sagte Pick auf der Veranstaltung „Update Demenz: Wie steht es um die Versorgung von Menschen mit Demenz?“ am 14. Dezember in Berlin. „Diagnostik, Kuration und Pflege müssen aufeinander abgestimmt sein.“
Defizite in der Versorgung von Menschen mit Demenz in stationären Pflegeeinrichtungen sind hinlänglich bekannt. Sie spiegeln sich auch in den Qualitätsprüfungen der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) wider. Die ersten veröffentlichten Pflegenoten zum Bereich „Umgang mit demenzkranken Bewohnern“ zeigen, dass zwar die Hälfte der Einrichtungen gute Noten erreicht, bei immerhin einem Fünftel der Pflegeheime die Versorgung aber lediglich „ausreichend“ oder gar „mangelhaft“ ist.
Grundsatzstellungnahme fordert Verbesserung in Medizin und Pflege
Auf der Grundlage dieser Erfahrungen hat die MDK-Gemeinschaft die Grundsatzstellungnahme „Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz in stationären Einrichtungen“ erstellt. Optimierungsbedarf sehen die Autoren zum einen in der hausärztlichen und fachärztlichen Versorgung von Heimbewohnern. „Der erste Schritt zur Verbesserung der Versorgung muss heißen: Daran denken!“, so Dr. Ernst Eben vom MDK Bayern, Psychiater und Mitglied der Sozialmedizinischen Expertengruppe „Pflege“ der MDK-Gemeinschaft. „Nur 35 Prozent der Heimbewohner werden fachärztlich von einem Neurologen oder Psychiater behandelt und nur 20 Prozent erhalten eine antidementive Therapie.“
Zum anderen muss die pflegerische Versorgung in Pflegeheimen verbessert werden. „Wir müssen die Perspektive von Menschen mit Demenz konsequent zum Ausgangspunkt pflegerischer Interventionen machen“, fordert Uwe Brucker, zuständig für das Fachgebiet „Pflegerische Versorgung“ beim MDS. „Das passiert in der Praxis leider zu selten. Häufig wird an den Bedürfnissen der Menschen mit Demenz vorbeigepflegt.“ Die Folge seien etwa Angst- und Unruhezustände, die sowohl die Betroffenen selbst, ihre Angehörigen, die anderen Bewohner wie auch die Pflegekräfte zusätzlich belasteten.
Diskussion über erweiterten Pflegebegriff wieder aufnehmen
Darüber hinaus besteht in der Fachöffentlichkeit seit langem große Übereinstimmung, dass der aktuell gültige Pflegebedürftigkeitsbegriff die gerontopsychiatrischen gegenüber den vorwiegend somatisch Pflegebedürftigen vernachlässigt. „Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz hat hier Verbesserungen erzielt, die sich vor allem auf die Entlastung und Unterstützung von pflegenden Angehörigen auswirken“, sagte MDS-Chef Pick. „Allerdings reicht dies nicht aus. Ich appelliere deshalb an die politisch Verantwortlichen, die Diskussion über einen neuen, erweiterten Pflegebedürf-tigkeitsbegriff zügig wieder aufzunehmen.“
Zum Hintergrund:
Demenz bestimmt die Versorgungsrealität in deutschen Pflegeheimen; mehr als die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner leiden bereits aktuell unter einer demenziellen Erkrankung. Trotzdem ist das pflegerische Handeln noch viel zu wenig auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und anderen gerontopsychiatrisch Erkrankungen ausgerichtet.
Die Grundsatzstellungnahme „Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz in stationären Einrichtungen“ hat das Ziel, die Pflegeeinrichtungen dabei zu unterstützen, die pflegerische Versorgung und Betreuung von Menschen mit Demenz weiter zu verbessern. Sie fordert - neben der notwendigen multiprofessionellen Herangehensweise und der Vernetzung aller beteiligten Professionen und ehrenamtlich Tätigen - die systematische Anwendung der Betroffenenperspektive, damit eine bedürfnisorientierte Pflege und Betreuung von der Theorie in die Praxis umgesetzt werden kann. Darüber hinaus ist die Entwicklung einer entsprechenden Grundhaltung der professionell Pflegenden ein wichtiger Eckpfeiler einer qualitativ hochwertigen Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz.
Quelle:
http://www.mds-ev.de/3377.htm
Dienstag, 8. Dezember 2009
cartoon_weihnachten.jpg (JPEG-Grafik, 420x329 Pixel)
cartoon_weihnachten.jpg (JPEG-Grafik, 420x329 Pixel)
Liebe Adventsgrüße an euch alle, ich habe euch nicht vergessen.
Liebe Adventsgrüße an euch alle, ich habe euch nicht vergessen.
Dienstag, 13. Oktober 2009
6. Fachtagung"Entscheidungen an der Grenze zwischen Leben und Tod"
"Entscheidungen an der Grenze zwischen Leben und Tod"
Hilfestellung und Entlastung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und Vernetzung
vom 30. November bis 1. Dezember 2009 aufmerksam machen.
Die Fachtagung des Hess. Ministeriums für Arbeit, Familie und Gesundheit
findet in Kooperation mit den Ev. Kirchen und Diakonischen Werken
in Hessen und Nassau und in Kurhessen-Waldeck,
der Kath. Kirche und Hessen-Caritas sowie der Ev. Akademie Hofgeismar statt.
Detaillierte Informationen zu Inhalt und zur Organisation der Veranstaltung finden Sie in der Anlage
oder auf unserer Homepage unter:
Wir würden uns freuen, wenn Sie die Einladung an evtl. Interessierte weiterleiten könnten.
Anmeldungen richten Sie bitte an die unten stehende Adresse.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Ev. Akademie Hofgeismar
************************************************************
Ev. Akademie Hofgeismar
Schlößchen Schönburg
Gesundbrunnen / Postfach 1205
34369 Hofgeismar / 34362 Hofgeismar
Tel.: 05671/881-0
Fax: 05671/881-154
Donnerstag, 1. Oktober 2009
NADiA tolles neues Projekt zu Bewegungstraining und Demenz aus dem KDA-Newsletter
Zu diesem neuen und bundesweit einzigartigen Bewegungsprogramm stellen die NADiA-Projektleiter Ulrike und Frank Nieder folgendes fest: „Das Besondere ist, dass Demenzkranke und ihre Angehörigen gemeinsam trainieren können. Das macht mehr Spaß, stärkt den Zusammenhalt und das oft belastete Betreuungsverhältnis. Die Steigerung der Kraft, die Verbesserung der Reaktionsfähigkeit und die Stabilisierung des Gleichgewichts wirken sich insgesamt positiv auf die geistige Leistungsfähigkeit und auf die Alltagskompetenz der Demenzkranken aus. Gleichzeitig ist das Bewegungstraining ein Beitrag zur Sturzprävention. Angehörige wiederum werden durch die Wiedergewinnung körperlicher und psychischer Ressourcen bei ihren alltäglichen Betreuungs- und Begleitaufgaben entlastet."
Von den bisherigen Erfolgen des Projektes ist auch Gunnar Peeters, Leiter des Referates Pflege beim Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), sehr angetan: „Die bisherigen Erkenntnisse aus dem Projekt NADiA belegen eindrucksvoll, dass mit Bewegungsprogrammen für Menschen mit Demenz der Anstieg des Pflegebedarfs und die Heimunterbringung verzögert werden können. Dies ist neben dem Gewinn an Lebensqualität für die Betroffenen auch ein wichtiger Beitrag zur Kostensenkung."
Dabei ist NADiA nicht das erste erfolgreiche Bewegungsprojekt der Landesinitiative. Vor zwei Jahren ist die Aktion „Wir tanzen wieder" an den Start gegangen. Damals hatte das Demenz-Servicezentrum für die Region Köln und das südliche Rheinland Paare, die Spaß am Tanzen haben und bei denen ein Partner an Demenz erkrankt ist, in eine „ganz normale" Tanzschule eingeladen. „Mit überwältigendem Erfolg", berichtet Projektleiter Stefan Kleinstück vom Demenz-Servicezentrum. „Etwa 80 Paare waren gekommen, viele hatten sich richtig schick gemacht und es herrschte eine Bombenstimmung: Lebensfreude pur." Viele der an Demenz erkrankten Menschen haben im Alltag zwar große Probleme, aber in der Tanzschule waren sie wie ausgewechselt: „Plötzlich waren die alten Tanzschritte wieder da, Erinnerungen an frühere Zeiten wurden wach und man sah eine Menge richtig guter Tänzerinnen und Tänzer", so Kleinstück weiter. Zahlreiche Tanzveranstaltungen und ein großer Ball folgten der Auftaktveranstaltung. Inzwischen sei man so weit, dass das Angebot auf weitere Tanzschulen in der Region ausgeweitet werde und ein zweiter Ball im November mit noch mehr interessierten Tanzbegeisterten anstehe.
Ob Tanzen oder gezieltes Krafttraining: Bewegung stärkt die Muskulatur und schult die Koordination und beugt damit auch Stürzen im Alter und bei Demenz vor. Jährlich stürzt fast jeder Dritte der über 65-Jährigen und bis zu 60 Prozent der Menschen über 80 Jahre. Stürze und Sturzgefährdung können die Ursache von Pflegebedürftigkeit sein und stellen ein schwerwiegendes Problem auch in Alten- und Pflegeheimen dar. Daher hat die Landesinitiative Demenz-Service NRW zusammen mit der nordrheinwestfälischen Landesinitiative Sturzprävention für Seniorinnen und Senioren die Entwicklung des „Landesbutton Sturzpräventive Einrichtung" unterstützt. „Damit werden Einrichtungen ausgezeichnet, die den nationalen Expertenstandard „Sturzprävention in der Pflege" des Deutschen Netzwerks Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) umsetzen und damit einen aktiven Beitrag leisten, gefährliche Stürze zu vermeiden", erklärt Christine Sowinski von der Koordinierungsstelle der Landesinitiative Demenz-Service NRW im KDA.
Die Landesinitiative Demenz-Service Nordrhein-Westfalen ist eine 2004 ins Leben gerufene gemeinsame Plattform verschiedener Akteure, in deren Zentrum die Verbesserung der häuslichen Versorgung demenziell Erkrankter und die Unterstützung der sie pflegenden Angehörigen steht. Sie wird finanziell getragen vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stiftung Wohlfahrtspflege und den Landesverbänden der Pflegekassen. Elf der Landesinitiative zugehörige Demenz-Servicezentren bieten in ihrem jeweiligen Einzugsbereich allen Interessenten vielfältige Unterstützung an.
Bei Rückfragen zu dieser Pressemitteilung wenden Sie sich bitte an:
Ines Jonas
Koordinierungsstelle der Landesinitiative Demenz-Service NRW
Tel: 0221/931847-19
E-Mail: ines.jonas@kda.de
Von den bisherigen Erfolgen des Projektes ist auch Gunnar Peeters, Leiter des Referates Pflege beim Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), sehr angetan: „Die bisherigen Erkenntnisse aus dem Projekt NADiA belegen eindrucksvoll, dass mit Bewegungsprogrammen für Menschen mit Demenz der Anstieg des Pflegebedarfs und die Heimunterbringung verzögert werden können. Dies ist neben dem Gewinn an Lebensqualität für die Betroffenen auch ein wichtiger Beitrag zur Kostensenkung."
Dabei ist NADiA nicht das erste erfolgreiche Bewegungsprojekt der Landesinitiative. Vor zwei Jahren ist die Aktion „Wir tanzen wieder" an den Start gegangen. Damals hatte das Demenz-Servicezentrum für die Region Köln und das südliche Rheinland Paare, die Spaß am Tanzen haben und bei denen ein Partner an Demenz erkrankt ist, in eine „ganz normale" Tanzschule eingeladen. „Mit überwältigendem Erfolg", berichtet Projektleiter Stefan Kleinstück vom Demenz-Servicezentrum. „Etwa 80 Paare waren gekommen, viele hatten sich richtig schick gemacht und es herrschte eine Bombenstimmung: Lebensfreude pur." Viele der an Demenz erkrankten Menschen haben im Alltag zwar große Probleme, aber in der Tanzschule waren sie wie ausgewechselt: „Plötzlich waren die alten Tanzschritte wieder da, Erinnerungen an frühere Zeiten wurden wach und man sah eine Menge richtig guter Tänzerinnen und Tänzer", so Kleinstück weiter. Zahlreiche Tanzveranstaltungen und ein großer Ball folgten der Auftaktveranstaltung. Inzwischen sei man so weit, dass das Angebot auf weitere Tanzschulen in der Region ausgeweitet werde und ein zweiter Ball im November mit noch mehr interessierten Tanzbegeisterten anstehe.
Ob Tanzen oder gezieltes Krafttraining: Bewegung stärkt die Muskulatur und schult die Koordination und beugt damit auch Stürzen im Alter und bei Demenz vor. Jährlich stürzt fast jeder Dritte der über 65-Jährigen und bis zu 60 Prozent der Menschen über 80 Jahre. Stürze und Sturzgefährdung können die Ursache von Pflegebedürftigkeit sein und stellen ein schwerwiegendes Problem auch in Alten- und Pflegeheimen dar. Daher hat die Landesinitiative Demenz-Service NRW zusammen mit der nordrheinwestfälischen Landesinitiative Sturzprävention für Seniorinnen und Senioren die Entwicklung des „Landesbutton Sturzpräventive Einrichtung" unterstützt. „Damit werden Einrichtungen ausgezeichnet, die den nationalen Expertenstandard „Sturzprävention in der Pflege" des Deutschen Netzwerks Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) umsetzen und damit einen aktiven Beitrag leisten, gefährliche Stürze zu vermeiden", erklärt Christine Sowinski von der Koordinierungsstelle der Landesinitiative Demenz-Service NRW im KDA.
Die Landesinitiative Demenz-Service Nordrhein-Westfalen ist eine 2004 ins Leben gerufene gemeinsame Plattform verschiedener Akteure, in deren Zentrum die Verbesserung der häuslichen Versorgung demenziell Erkrankter und die Unterstützung der sie pflegenden Angehörigen steht. Sie wird finanziell getragen vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stiftung Wohlfahrtspflege und den Landesverbänden der Pflegekassen. Elf der Landesinitiative zugehörige Demenz-Servicezentren bieten in ihrem jeweiligen Einzugsbereich allen Interessenten vielfältige Unterstützung an.
Bei Rückfragen zu dieser Pressemitteilung wenden Sie sich bitte an:
Ines Jonas
Koordinierungsstelle der Landesinitiative Demenz-Service NRW
Tel: 0221/931847-19
E-Mail: ines.jonas@kda.de
Donnerstag, 24. September 2009
„Leben und sterben wo ich hingehöre – Dritter Sozialraum und neues Hilfesystem“
10. Bad Arolser Studientage der Altenpflege
„Leben und sterben wo ich hingehöre –
Dritter Sozialraum und neues Hilfesystem“
Prof. Dr.med. Dr.phil. Klaus Dörner
Will you stell need me
Will you still feed me
When I´m sixty-four
Beatles, 1966
Wenn die Beatles diesen Song heute, also vierzig Jahre später, gesungen hätten, würden sie
wohl sicher eighty-four als Alter gewählt haben, also das heutige durchschnittliche
Heimaufnahmealter. Diese Erinnerung daran, wie rasant wir in den letzten Jahrzehnten
gesellschaftlich gealtert sind offenbart zugleich auch schon meine Absicht , denn die Beatles-
Frage ist aktuell geblieben: Wird es für mich, wenn ich alt bin, einen Anderen geben, der
mich einerseits braucht und der mich andererseits füttert? Dabei stelle ich die Alten, als das
nun mal größte Problem, zwar heraus, doch ist die Kernfrage nach „need“ und „feed“
verbindlich nur zu beantworten, wenn ich immer alle Hilfebedürftigen im Auge habe, ob ich
nun mit 10 Jahren im Wachkoma bin, mit 20 geistig behindert, mit 30 körperlich behindert,
mit 40 hirntraumatisiert, mit 50 chronisch krank, mit 60 chronisch körperkrank, mit 70
alterspflegebedürftig oder mit 80 dement.
Diese Situation möchte ich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutieren, besonders
mit den professionellen im Gesundheits- und Sozialsystem. Jedoch nicht so sehr – wie üblich
– aus der Perspektive der Profis, sondern mehr aus der Perspektive der Bürger, sowohl der
hilfebedürftigen als auch der helfenden Bürger, also weniger betriebswirtschaftlich, sondern
mehr volkswirtschaftlich – eben vom gesamtgesellschaftlichen Hilfebedarf her.
„Leben und sterben wo ich hingehöre –
Dritter Sozialraum und neues Hilfesystem“
Prof. Dr.med. Dr.phil. Klaus Dörner
Will you stell need me
Will you still feed me
When I´m sixty-four
Beatles, 1966
Wenn die Beatles diesen Song heute, also vierzig Jahre später, gesungen hätten, würden sie
wohl sicher eighty-four als Alter gewählt haben, also das heutige durchschnittliche
Heimaufnahmealter. Diese Erinnerung daran, wie rasant wir in den letzten Jahrzehnten
gesellschaftlich gealtert sind offenbart zugleich auch schon meine Absicht , denn die Beatles-
Frage ist aktuell geblieben: Wird es für mich, wenn ich alt bin, einen Anderen geben, der
mich einerseits braucht und der mich andererseits füttert? Dabei stelle ich die Alten, als das
nun mal größte Problem, zwar heraus, doch ist die Kernfrage nach „need“ und „feed“
verbindlich nur zu beantworten, wenn ich immer alle Hilfebedürftigen im Auge habe, ob ich
nun mit 10 Jahren im Wachkoma bin, mit 20 geistig behindert, mit 30 körperlich behindert,
mit 40 hirntraumatisiert, mit 50 chronisch krank, mit 60 chronisch körperkrank, mit 70
alterspflegebedürftig oder mit 80 dement.
Diese Situation möchte ich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutieren, besonders
mit den professionellen im Gesundheits- und Sozialsystem. Jedoch nicht so sehr – wie üblich
– aus der Perspektive der Profis, sondern mehr aus der Perspektive der Bürger, sowohl der
hilfebedürftigen als auch der helfenden Bürger, also weniger betriebswirtschaftlich, sondern
mehr volkswirtschaftlich – eben vom gesamtgesellschaftlichen Hilfebedarf her.
Montag, 21. September 2009
Die Vorsehung
Die Vorsehung
In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und materiellen Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte. Was immer Du kannst, beginne es. Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie.
Beginne jetzt.
Johann Wolfgang von Goethe
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